Mittwoch, 18. September 2013

Die Wiederentdeckung der Gleichheit: Schwache Frauen, gefährliche Männer und andere feministische Irrtümer

Die-Wiederentdeckung-der-Geschlechter

von Elisabeth Badinter

Inhaltliche Beschreibung

Frauen sind wehrlos und unterdrückt, Männer unsensibel und gefährlich. Elisabeth Badinter weist darartige feministische Klischees in ihrem viel diskutierten Buch mit Verve zurück. Sie stellt dabei die ketzerische Frage, welche Fortschritte die letzten zwanzig Jahre Frauenbewegung tatsächlich gebraucht haben. Ihr engagiertes Plädoyer für einen feministischen Kurswechsel ist weder larmoyant, noch moralisierend, noch männerfeindlich, sondern ein leidenschaftliches Bekenntnis zur Gleichheit von Mann und Frau.

Dieses Buch ist ein Ereignis. L`Express

Rezension

Das Buch hat rein gar nichts mit dem Thema Intersexualität zu tun und behandelt auf 190 Seiten die feministische Frauenbewegung.

Warum mir dieses Buch zum Stichwort Intersexualität empfohlen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis – daher nicht empfehlenswert zum lesen.

Hermaphroditismus und sexuelle Umstimmung

Hermaphroditismus-und-sexuelle-Umstimmung

von Dr. Ole Berner

Inhaltliche Beschreibung

Keine Angaben

Rezension

Das Heft umfasst 94 Seiten aus dem Jahre 1938 – es hat den Zweck die Ergebnisse der Forschung zu jener Zeit auf dem Gebiet der „Geschlechtsprobleme“ zu bündeln.

Es folgt eine kurze Einführung in die Goldschiedts Intersexualitätstheorie und steigt dann sofort mit der Entwicklung der Geschlechtsdrüsen beim Tier (Frosch/Huhn) ein. Da kann ich eigentlich nur froh sein, ein Mensch zu sein. Was die Forscher alles mit den Tierchen anstellen ist abartig! 40 Seiten Gruselkabinett vom feinsten.

Es folgt das Kapitel über die Abnormitäten in der Geschlechtsentwicklung beim Säugetier und dem Menschen. Bis zum Ende des Buches werden eigentlich nur Theorien wiedergegeben, aufgestellt oder wiederlegt. Der damaligen Zeit entsprechend ging man bei Hermaphroditismus davon aus, dass eine Geschlechtsumwandlung stattfindet, d.h. das aus einem Ovarium ein Testikel würde und ein uneindeutiges Genitale eher von einer gelungenen Geschlechtsumwandlung zeugt.

Dieses Heft ist eher weniger empfehlenswert zu lesen, keine wirklichen belegten Hintergründe, nur Theorien – die wie man heute weis, nicht stimmten. Auf Grundlage der Goldschidts Intersexualitätstheorie wurden gruselige Versuche an Fröschen und Co. durchgeführt.

Intersexualität kontrovers: Grundlagen, Erfahrungen, Positionen

Intersexualtiaet-kontrovers

von Katinka Schweizer und Hertha Richter-Appelt

Inhaltliche Beschreibung

Es gibt weltweit zahlreiche Menschen, die nicht eindeutig einem biologischen Geschlecht zuzuordnen sind - sie sind in¬tersexuell. Die Auseinandersetzung mit diesem Phänomen wirft Fragen der Grenz¬überschreitung und der Zuständigkeit für Entscheidungsprozesse im medizinischen Bereich auf. Nicht nur verschiedene Be¬handlungsmaßnahmen können Leid bei den Betroffenen erzeugen, sondern auch Geheimhaltung, Diskriminierung und Ausgrenzung.

Der vorliegende Band versammelt ak¬tuelles Grundlagenwissen für ein vertieftes Verständnis des tabuisierten Phänomens und seiner verschiedenen Erscheinungs¬formen. Internationale Wissenschaftler, Praktiker und Experten geben in trans- und interdisziplinären Beiträgen einen differen¬zierten Einblick in die kontroversen Posi¬tionen im medizinischen, psychosozialen und gesellschaftlichen Umgang mit Inter¬sexualität. Ein informativer Anhang mit wichtigen Adressen, Literatur- und Film¬hinweisen ergänzt die verständliche und umfassende fachliche Diskussion.

Mit Beiträgen von R. Binswanger, F. Brunner, M. Groneberg, S. Grover, M. Gsell, C. Hand-ford, P.M. Holterhus, A. Kolbe, E. Kraus-Kinsky, D.G. Nühez, J.Ohms, K. Plett, J. Prange-Kiel, C. ProchnowJ.M. Pulvermüller, I. Ouindeau, H. Richter-Appelt, A. Richter-Unruh, G. Rune, V. Schönbucher, K. Schweizer, V. Sigusch, J. Streuli, O. Tolmein, G. Warne, K. Woeliert und K. Zehnder

Katinka Schweizer, Dr. phil., Dipl.-Psych., M.Sc, ist Wissenschaftlerin am Institut für Sexual-forschung und Forensische Psychiatrie des Uni¬versitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und als Psychotherapeutin in Schleswig-Holstein tätig.

Hertha Richter-Appelt, Prof. Dr. phil., ist Psycho¬logische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin (DPV) und Professorin am Fachbereich Medizin der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf so¬wie Mitherausgeberin der Zeitschrift für Sexualforschung.

ISBN: 9783837921885

Rezension

Dieses Buch bietet auf 514 Seiten einen erfrischenden Diskurs über Intersexualität. In dem vorliegenden Buch befinden sich Aufsätze zu den verschiedensten Themenbereichen; hierbei wird allerdings nicht versucht einen Konsens zu bilden, sondern jeder Autor beleuchtet sein Themengebiet aus seiner Sicht – eben Kontrovers.

Hier und Da gibt es auch Aussagen oder Halbsätze, die einem die Fußnägel hochrollen lassen, doch insgesamt spiegeln die Aufsätze ein Umdenken in der Behandlungspraxis wieder.

Besonders erwähnenswert finde ich den Aufsatz mit dem Titel Adrenogenitales Syndrom. Dieser wurde von Eveline Kraus-Kinsky, Ärztin und selbst Betroffenen publiziert. Als Betroffene sieht sie die Thematik und Bewegung durchaus auch kritisch – der Aufsatz regt durchaus zum Nachdenken an.

Dieses von Fachautoren und Autoren aus dem näheren Umfeld umfassende Werk ist lesenswert, einziger Wehrmutstropfen ist wie immer der hohe Pries für solche Literatur.

Mein intersexuelles Kind: weiblich männlich fließend

Mein-intersexuelles-Kind

von Clara Morgen

Inhaltliche Beschreibung

Aber wir Hermaphroditen sind Menschen wie alle anderen auch.
Jeffrey Eugenides; Middlesex

Ein Kind wird geboren, aber es passt partout nicht in das Schema Hellblau-Rosa oder Junge-Mädchen. Was aufgrund genetischer Konditionen als seltene, aber trotzdem »natürliche« Variante gelten muss, entwickelt sich für das Kind und seine Eltern zu einer schwierigen Kette von Problemen und Entscheidungen, meistens begleitet von Ängsten, Unwissenheit, Vorurteilen und Fehlinformationen. Clara Morgen schreibt über ihr Leben mit ihrem Kind, das zunächst Franz, dann aber nach ärztlichem Gutachten Franzi genannt wird, über Ärztinnen und Ärzte und deren Diagnosen, über die Fragen der Offenheit gegenüber dem Kind und dem Freundes- oder Bekanntenkreis, über die fatalen Probleme und Folgen von Operationen, über Selbstzweifel und schlechtes Gewissen. Aber auch über das Glück, dieses Kind besonders zu lieben und in einer Umgebung aufwachsen zu sehen, die das »Anderssein« akzeptiert und so dem Kind das notwendige Selbstbewusstsein und die Würde gibt, die jedes Kind zum Aufwachsen und Erwachsenwerden braucht. Eine sehr persönliche, sehr berührende Erzählung, ergänzt durch Interviews mit anderen Eltern, Ärztinnen und Ärzten, intersexuellen Menschen und Interessengruppen.

ISBN: 9783887472924

Rezension

Dieses Buch umfasst 126 Seiten und wurde aus der Sicht einer Mutter eines intersexuellen Menschen geschrieben.

Wer hier Hintergrundinformationen sucht, wird enttäuscht werden – dennoch ist dieses Buch erfrischend zu lesen.

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Zuletzt aktualisiert: 24. Mai, 20:36

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