Freitag, 16. Mai 2008

Achtung Tantenbesuch

Und sie kommt nicht mit leeren Händen.

Dienstag, 6. Mai 2008

Überwinde deine Angst

Heute ist das letzte Foto einer ganzen Fotoserie entstanden, die meine Erlebnisse mit der Intersexualität erzählen soll.

Es hat wirklich riesigen Spaß mit Frau S. gemacht, die Bilder in meinem Kopf nun in ein Foto umzusetzen. Anstrengend war es freilich und wir waren ständig am Entwickeln neuer Ideen; eigentlich könnte diese Fotoserie noch um unzählige Bilder erweitert werden. Aber nun sind die geplanten Fotos im Kasten, 12 Filme verknipst, und es folgt das große Sieben.

Heute stellte mich Frau S. nochmal auf vor eine harte Probe - meine Höhenangst. Die geplante Lokation an der Oberbaumbrücke viel leider lichttechnisch ins Wasser und so stiegen wir Berlin aufs sprichwörtliche Dach. Nach vier Stockwerken und einem Dachboden stiegen wir über eine wackelige Leiter auf das Dach eines Hauses und hatten unsere neue Lokation gefunden. Foto hier, Foto da, Kitty mach mal so und so – plötzlich sollte ich für ein Foto auf einem Schornstein kletter und meine Höhenangst meldete sich erneut. Wie angewurzelt thronte ich anfänglich auf den Schornstein, doch dann genoss ich die Aussicht über Berlin.

Als ob diese Lokation nicht schon perfekt genug wäre, erblickte Frau S. einen Schornstein mit folgender Aufschrift:



Passt doch irgendwie zum geplanten Moto dieses Fotos zum Start in ein neues Leben in Berlin.

Frau S. hat die ersten Fotos schon entwickelt und sie wären sehr gut geworden – ich bin ja schon so gespannt.

Dienstag, 22. April 2008

Kitty du wirst alt

Heute in der Raucherpause meinten die Kollegen zu mir, du Kitty du hast da ein graues Haar.

Wo?
Na da!

Selbst nach intensiver Suche konnte ich das graue Haar nicht entdecken.

Na toll, ich werde alt und brauche eine Brille um es zu sehen.

Donnerstag, 17. April 2008

Wetterimpressionen aus Berlin



Seit Tagen herrscht eben dieses Wetter - ich mag nicht mehr.

Mittwoch, 16. April 2008

Citywalk

Neulich entdeckt beim spazieren durch Berlin.


Schuhkultur auf Berlinerisch


Kugel aus vergangenen Tagen

Dienstag, 15. April 2008

Bitte Warten

Wie jeden Morgen verlasse ich meine kleine Wohnbox und mache mich auf den Weg zur Arbeit. Mit einem Druck auf den Knopf des Aufzuges schaue ich auf meine Uhr – Shit ich bin mal wieder zu spät dran, diese bescheuerte Serviceorientierte Arbeitszeit. Der Aufzug kommt und heißt mich willkommen – ich steige ein, die Türen schließen sich und die Fahrt beginnt. Plötzlich ein Ruck – so was macht er öfters mal, aber nicht so heftig – mein Blick fällt auf die wild blinkende Anzeige über der Tür und nix geht mehr. Na toll, das hat mir gerade noch gefehlt!



Fix drücke ich den Alarmknopf und kurze Zeit später meldet sich eine Frauenstimme – ich verstehe sie kaum und das Gespräch ist schon wieder beendet. Wat warn dat nu?, denk ich mir und drücke noch mal das Knöpfchen. Die gleiche Dame meldet sich wieder, sie hätte mir doch gerade gesagt, das sie sich gleich wieder meldet. Ok diesmal habe ich das auch verstanden und frage, wie lange es dauern könnte, ich muss schließlich zur Arbeit. Wie lange es dauern könnte, kann sie mir leider nicht sagen, fragt aber, ob sie für mich auf Arbeit anrufen könnte. Da mein Handy Empfang hat, verneine ich.

Ich versuche im Büro anzurufen – mittlerweile hat die Serviceorientierte Arbeitszeit begonnen – und habe nur den Anrufbeantworter dran. Toll, das ist also die Serviceorientierte Arbeitszeit – aber einen Aufstand proben, wenn man mal etwas später kommt! In dieser Situation fallen mir dummerweise auch die Telefonnummer nicht mehr ein – schön, wenn man für solche Fälle die Nummern speichern würde!!!! Also versuche ich die netten Männer, die für unsere Sicherheit zuständig sind, anzurufen. Juten Morche Frau Kitty, wie kann ich dir helfen? Ich erkläre kurz meine Lage und sage, das ich dringend mit jemanden aus meiner Abteilung sprechen möchte, dort aber nur der AB ran geht.

Vom anderen Ende der Leitung kommt nur, ist noch nicht da, der auch nicht und die auch nicht – na toll, ich erinnere an die Serviceorientierte Arbeitszeit. Dann endlich eine Kollegin die schon da ist und eiligst zum Telefonhörer eilt. Ich erkläre Frau Z. gerade meine missliche Lage, als der Lautsprecher wieder anfängt zu krächzen. Die Dame erklärt, das der Techniker verständigt ist und in ca. 20 Minuten vor Ort wäre. Frau Z. hört alles mit und verabschiedet sich mit den Worten, alles klar Kitty hab verstanden – bis später. Warum habe ich das nur nicht mitgeschnitten – solch eine Gespräch könnte man später noch mal gebrauchen.

Ok Ok ich warte also auf den Techniker – ganz schön warm in solch einem winzigen Aufzug. Nur gut, das ich nicht unter Platzangst leider; warum habe ich nur meinen MP3-Player nicht mitgenommen. Langeweile macht sich breit – der Boden ist zu dreckig um sich hinzusetzen, also stehe ich mir die Beine in den Bauch. Eine Nachbarin kommt vorbei und möchte den Aufzug benutzen, ich spreche zu ihr, das der Aufzug defekt ist. Oh dann kommen sie wohl jetzt nicht aus dem Aufzug – richtig der Kandidat hat 99 Gummipunkte. Sie fragt, ob sie dem Hausmeister bescheid sagen soll – das wäre natürlich supertoll.

Einige Minuten später meldet sich eine männliche Stimme und verkündet, das man mich gleich herausholen würde. Supi - endlich tut sich etwas; 2 Minuten später stehe ich wieder an meinem Ausgangspunkt. Der Aufzug war nur 60 cm weit gekommen und hat den Dienst quittiert. Ich gehe schnell zum Hausmeister – eine neue Schlafmütze vom Dienst, den alten haben sie mal wieder gefeuert – der weis natürlich von nix und schaut doof aus der Wäsche – passt aber irgendwie zu dem -.

Ich bin dann mal arbeiten - schönen Dach och.

Freitag, 11. April 2008

Vision

Seit dem ersten Treffen vor sechs Wochen mit einer Fotografiestudentin schweben vor meinem inneren Auge diverse Foto`s. Sie möchte eine Fotoserie zum Thema Intersex aus der Sicht und Vorstellungen eines Betroffenen erstellen. Gestern brachten wir meine Ideen zu Papier und besprachen die Realisierbarkeit meiner Vorstellungen. Während des Gesprächs entwickelten sich neue – sogar bessere – Bilder und auf die Umsetzung bin ich schon jetzt richtig gespannt.

Jetzt müssen nur noch die richtigen Fotopoints gefunden werden - dann kann es losgehen.

Good News

15:55 h kam der erlösende Anruf meiner Großen aus dem Ländchen. Zu dieser Zeit wird mein Vater noch ganz rammdösig von der Untersuchung geschlummert haben und wusste noch nichts von der frohen Kunde.

Nach einer Woche extremer Anspannung meinerseits kann ich mich nun erstmal wieder entspannen. Es ist nichts, was man nicht mit einem Pillchen wieder richten könnte.

Puh - Gott sei Dank!!!

Donnerstag, 10. April 2008

Das Fenster zur Seele

Wer Offenheit säht, wird Offenheit ernten - so geschehen erst gestern Abend wieder. Diese Erfahrungen habe ich nun schon diverse Mal gemacht, wenn ich Menschen von meiner Intersexualität erzähle.

Ich traf mich gestern mit zwei Kolleginnen zu einem gemütlichen Abend und Frau R. wusste von meiner IS und Frau M. hatte ich es bis dato noch nicht erzählt. Irgendwann frage ich Frau R. in Abwesenheit von Frau M., wie ihr die neuesten TV-Berichte gefallen hätten. Frau M. kam wieder dazu und fragte natürlich, um welche TV-Berichte es sich handeln würde. Sollte ich lügen?, nein diese Zeiten sind vorbei, also erzählte ich ihr, um was es in den Berichten ging. Fragende Blicke und die zaghafte Frage von Frau M. – sind das nicht Menschen, die zwischen den Geschlechtern geboren wurden?

So kamen wir ins Gespräch und nun weis sie von meiner Besonderheit – und ich weis, mein Geheimnis ist bei ihr in guten Händen. Sie ist selbst Mutter einer schwerst behinderten Tochter und macht gerade eine schwere Zeit durch. Sie ist sehr offen und erzählt uns, wenn sie einmal im Monat nach Berlin zum arbeiten kommt, von ihrer Tochter. Nun versteht sie die eine oder andere Aussage in der Vergangenheit von mir auch besser.

Brrrrrrrrrrrrrrrrrrrr

Mein Schädel vibriert – vor meinem Bürofenster wird die Straße aufgerissen. Dieses ständige monotone Gehämmer geht mir auf die Nerven!!!!

Ruhe da draußen

Daumen raus

Schläfrig tapste ich vorhin zur Straßenbahn und wunderte mich noch, das die Haltestelle ziemlich verweist aussah. Ich dachte mir nichts dabei und qualmte gemütlich vor mich hin. Die Nachrichten hatte ich natürlich verschlafen und durch meine sehr frühe Heimkehr heute Morgen, kam ich nicht mehr zum Internetten – hätte mir aber in diesem Falle auch nichts gebracht.

Plötzlich sehe ich aus einem Auto heraus meine neue Chefin grinsen und mit einer Geste fragte sie mich, ob ich nicht mitfahren möchte. Ok dachte ich mir, warum nicht. Das Rätsels Lösung der verweisten Haltestelle war ein Blitzstreik der Straßenbahner. Da hätte ich noch länger dumm in der Gegend rumstehen können.

Dankeschön Frau Chefin!

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Irgendwann wurde es einfach langweilig intersexuell...
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Zuletzt aktualisiert: 14. Mai, 23:09

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